Besuch in Auschwitz

Schüler Jugendliche und Erwachsene gemeinsam auf Studienfahrt

Wallmerod. Gemeinsam mit der Kreisjugendpflege organisierte die Verbandsgemeindejugendpflege Wallmerod eine Studienfahrt nach Auschwitz. Wie schon vor drei Jahren nahm das Angebot eine größere ausflug_auschwitzSchülergruppe der Realschule plus Salz an. Aber auch ehemalige Schüler, interessierte Eltern, Erwachsene und Senioren beteiligten sich an der Reise.

Das Programm vor Ort wurde teilweise gemeinsam aber auch in getrennten Gruppen, abgestimmt auf das Alter und das Interesse der Teilnehmer durchgeführt. Die Schülergruppe wurde von Wilbert Stahl betreut, der eigens für die Maßnahme freigestellt wurde. Es wurden das Stammlager in Auschwitz und das Vernichtungslager in Birkenau besucht. Die Schüler recherchierten im Archiv des Museums Auschwitz. Leider sind nur noch ca. 8% aller ehemaligen Lagerunterlagen vorhanden. Auch daher ist es sehr schwierig nach so vielen Jahren Lebensläufe noch nachzuvollziehen. Trotzdem konnte bei einer Person aus der Gemeinde Meudt festgestellt werden, dass sie tatsächlich nach Auschwitz transportiert wurde und dort ums Leben kam. 

In dieser Zeit besuchten die Erwachsenen eine Ausstellung des Künstlers Marian Kolodziej. Er war von Anfang bis zum Ende Häftling in Auschwitz. Zum Thema Lagervergangenheit schwieg er 50 Jahre seines Lebens. Mitte er 90-ger Jahre, auf Grund eines Schlaganfalls und inspiriert von den Worten eines Dichters fing er an seine Vergangenheit in Wortbilder aufzuarbeiten. Ein bewegendes und beeindruckendes Erlebnis für die Teilnehmer.

Gemeinsam besuchten alle eine Synagoge in Oswiencim. Im Gebäude, in dem die Synagoge untergebracht ist, befindet sich auch eine Ausstellung und eine Schulungsstätte. Hier soll allen Besuchern etwas über das jüdische Leben von einst und jetzt näher gebracht werden. Daher hat die jüdische Gemeinde den Besuchern erlaubt die heiligen Thorarollen anzusehen. Ein weiteres tiefbeeindruckendes Erlebnis war die Begegnung mit einem überlebenden Roma, der als 12-jähriger Junge in Auschwitz inhaftiert wurde, seine Herkunft jedoch verschleiern konnte und als normaler polnischer Häftling galt. Seine Lebensgeschichte berührte besonders die jungen Leute sichtlich, da er zur Zeit der schrecklichen Erlebnisse im gleichen Alter war wie sie selbst.

Am letzten Tag wurde Krakau besucht. Hier standen auf dem Besichtigungsplan das alte jüdische Viertel Kasimirz, die Tuchhallen, der Wawelhügel, die Marienkirche mit dem Veith Stoss Altar und das imposante Kaufhaus am Hauptbahnhof Galeria Krakau.

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