Besuch aus Japan

In den Sommerferien war eine Delegation mit japanischen Jugendlichen zu Besuch in Koblenz. Die Jugendlichen waren Teilnehmer des deutsch – japanischen Sportjugendaustausches der deutschen Sportjugend und regionalprogramm der japanischen Sportjugend. Der Austausch ist ein Simultanaustausch. Zeitgleich besuchten 5 Jugendliche aus Rheinland Pfalz
mit der deutschen Delegation Japan.  Die Jugendlichen waren Gäste des Schützenvereins Tell aus Hundsangen. Der Verein betreut nun schon zum 3. Mal den Austausch in Kooperation mit der Jugendpflege der Verbandsgemeinde Wallmerod. Die Kinder der Gastfamilien begleiten die Gäste durch das Programm. Am Freitag, den 30. Juli wurden die Japaner in Trier vom Saarland übernommen. Die Gruppe hatte sich verspätet, sodass das Programm etwas gestrafft und
geschoben werden musste. Von Trier aus ging es nach Limburg zum Mittagessen. Im Schnitzels konnten die Japanischen Gäste des Deutschen Liebstes genießen: Schnitzel und zwar in vielen Varianten.
Danach sind alle zu einer Gastfamilie  nach Hause gefahren und haben  etwas entspannt. Am späten Nachmittag kam Peter Thönnes, Geschäftsführer SJ RLP, dazu. Gemeinsam ging es zum Treffpunkt mit den Gastfamilien. Nach offizieller Begrüßung durch Peter Thönnes und dem ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde Wallmerod, Werner Zingel,  machten sich die Gastfamilien mit ihren Gästen bekannt. Nach einem gemeinsamen Abendessen ging es zurück in die Gastfamilien.

Am nächsten Tag nahm die gesamte Gruppe, japanische und deutsche Jugendliche an einer Aktion der Verbandsgemeindejugendpflege Wallmerod teil. Ein Besuch in einem Schaubergwerk und dem angrenzendem Museum standen auf dem Programm. Hier hatten alle einen Einblick in die Arbeits – und Lebenswelt der Kinder vor ca. 100 Jahren. Zum Mittagspicknick wurde ein Tierpark aufgesucht. Nach einer Stärkung mit Wurst, Käse, Gemüse und Obst und zum Nachtisch Schokolade konnten sich alle den kleinen Tierpark ansehen. Am Nachmittag wurden wir von einem Geologen abgeholt. Mit ihm ging es zur alten Halde. Hier konnten alle mit den mitgebrachten Hämmern und Schutzbrillen nach kleinen Schätzen suchen: Bergkristalle, Katzengold, Bleiglanz und schillerndes Eisenerz waren die Belohnung für die Mühen. Gegen Abend ging es zurück in die Gastfamilien.

Hier blieben alle bis zum Montag, denn am Sonntag war Familientag. An diesem Tag haben alle programmfrei und kümmern sich als Familie um die Gäste.

Am Montagmorgen gab es zur Begrüßung ein lautes Hallo. Es musste sich natürlich viel erzählt werden nach dem langen Wochenende. Verspätet ging es los, aber das war schon in der Planung berücksichtigt. Die Geschäftsstelle der Sportjugend Rheinland war Ziel des heutigen Tages. Nach einer Begrüßung durch den ersten Vorsitzenden der Sportjugend Rheinland Pfalz Rolf Müller und der Geschäftsführerin Susanne Weber gab es einen kurzen Austausch. Anschließen wurde gemeinsam zu Mittag gegessen. Vorbereitet durch die Geschäftsstelle wurde Burg Lahneck besichtigt. Hier interessierten sich die jungen Leute vor allem für technische Details wie komplizierte Schlösser, Geheimgänge und Wasserversorgung. Vom Turm aus gab es noch einen wunderschönen Blick über das Rheintal. Im Anschluss stand noch ein Stadtbummel auf dem Programm. Den Abend verbrachten alle wieder in den Gastfamilien.

Am nächsten Morgen musste der Plan aus organisatorischen Gründen geändert werden. An diesem Tag sind wir zum Kletterwald Sayn nach Bendorf gefahren. Hier konnten die Jugendlichen e8inen ganzen Vormittag lang in den Bäumen auf verschiedenen Parcours nach Herzenslust herum klettern. Für die Japaner war das eine Herausforderung, da  es solche Anlagen laut Gästen in Japan nicht gibt. Es wurde viel gelacht und auch viel geschwitzt, manchesmal auch nur aus Angst. Aber geschafft haben es alle. Hungrig und durstig ging es zurück. Heute gab es eine Überraschung zum Essen. Es wurde japanisch gekocht. Die Gäste begrüßten dies mit viel Applaus. Aber auch den deutschen Jugendlichen schmeckte es sehr gut. Am Nachmittag wurde Limburg mit seiner historischen Altstadt und dem Dom besichtigt. Mit einem Bummel durch das Zentrum endete der Tag.

Denn am nächsten Morgen ging es mitten in der Nacht los. Die Gruppe hatte sich zu einer Fahrt der Kreisjugendpflege in Kooperation mit der Jugendpflege der Verbandsgemeinde Wallmerod angemeldet. Ziel an diesem Tag war das Europäische Parlament in Brüssel. Hier konnten 35 junge Leute einen Einblick in die Arbeit der Parlamentarier in der EU bekommen. Den Teilnehmern wurde die Struktur und die Arbeit im Parlament vorgestellt und erklärt. Alle Fragen der Jugendlichen wurden beantwortet und teilweise diskutiert. Anschließend wurde der Sitzungssaal besichtigt. Leider war zur Besuchszeit auch die Sommerpause im Parlament, so dass eine passive Teilnahme nicht möglich war. Aber die Organisatoren hatten eine Sitzung aufgezeichnet. Anhand der Aufzeichnung wurde die Arbeit noch einmal verdeutlicht. Besonders beeindruckend waren die Arbeit und die damit verbundene Leistung der Dolmetscher vor Ort.  Alle Sitzungen werden simultan in 23 Sprachen übersetzt. Fragen nach Arbeitsstellen und deren Zugang wurden ebenso gestellt, wie die Frage nach den Gehältern, deren Besteuerung und die Länge der Arbeitszeit und den Dienstreisen. Nach dem offiziellen Teil konnten die jungen Leute noch reichlich Erinnerungsfotos schießen. Zur Mittagspause ging es ins Zentrum von Brüssel, dem Grand Place und den berühmten Fressgassen. Auch das Männeken Piss wurde aufgesucht und reichlich Fotos geknipst. Nächster Punkt auf dem Programm war die große Basilika Sacré Coeur. Das Bauwerk bietet neben einem Museum auch einen fantastischen Blick über Brüssel. Zum Abschluss wurde eine Stippvisite beim Atomium eingelegt, bevor es wieder zurück in den Westerwald ging.  Ein langer anstrengender Tag ging zu Ende.

Am nächsten Tag stand erst einmal ausschlafen auf dem Plan. Alle kamen erst zum  Mittagessen zusammen. Auch heute gab es wieder japanische Küche. Trotz aller Skepsis waren am Ende auch die Deutschen von dem leckeren Essen überzeugt. Laut Plan sollte heute ein Bogenschießen mit dem Schützenverein Tell stattfinden. Aber wegen der anhaltenden Regenfälle musste das abgesagt werden. Spontan wurde in eine Turnhalle umgezogen. Hier wurden neben Basketball und Volleyball auch verschiedene Spiele aus dem Abenteuer und Erlebnissportbereich gespielt. Der gesamte Nachmittag kam bei allen Teilnehmern gut an. Bei Kaffee und Kuchen, ein japanisches Mädchen hatte Geburtstag, klang der Mittag aus. Am Abend ging es in einen selbstverwalteten Jugendraum. In der angrenzenden Gemeindehalle wurde die Diskussion zum Jahresthema durchgeführt. Interessiert wurde den Ausführungen beider Seiten gelauscht und anschließend rege diskutiert. Anschließend gab es Würstchen und Steaks vom Grill.

Der letzte Tag war angebrochen. Langes Ausschlafen und Vorbereiten der Sayonara Party standen auf dem Plan. Es wurde gewerkelt, geschnipselt, gebraten und gekocht. Die Japaner bereiteten verschiedene japanische Gerichte vor. Die deutschen Gastfamilien hatten Westerwälder Spezialitäten vorbereitet. So konnte pünktlich mit einem reichhaltigen Büffet gestartet werden. Zur Verabschiedung der japanischen Gäste war der erste Vorsitzende der Sportjugend Rheinland Pfalz Bernd Schicker gekommen. Er bedankte sich noch einmal bei den Gäste, den Gastfamilien und den Organisatoren für den Besuch, die Aufnahme und die geleistete Arbeit. Jeder Japanische Jugendliche erhielt eine Schale aus Westerwälder Keramik für Reis oder Tee. Der Gruppenleiter konnte einen Bierkrug entgegen nehmen. Anschließend wurde noch ausgelassen getanzt. Zum Abschied hatten die deutsche Jugendlichen ein Abschiedslied in Japanisch einstudiert. Stimmungsvoll ging der Abend zu ende.

Am Samstagmorgen ging es nach Berlin. Hier haben sich wieder alle japanischen Gruppen getroffen um das Zentralprogramm II zu erleben. Sie wurden von einigen deutschen Gastfamilien und Jugendlichen begleitet. Ein schöner Austausch stand am Ende für alle fest. Wenn alles funktioniert werden im nächsten Jahr 5 Jugendliche aus den Reihen der Gastfamilien Japan besuchen.

 

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