Lernort Bauernhof

Bereits vor Ostern ging es gemeinsam mit der Kreisjugendpflege zum wiederholten Mal auf den Bauernhof. Bepackt mit Rucksack, Schlafsack und Kuscheltier ging es nach Messdorf zum Gut Ostler.Umsteigen, orientieren und warten sind Eigenschaften, die jeder besitzen sollte, wenn er mit der Bahn oder Bus unterwegs ist. Besonders auf die Probe wurden alle gestellt, als der Zug Verspätung hatte. „Wann geht es endlich weiter?“ Diese Frage musste weit mehr als nur einmal beantwortet werden. Auf dem Hof wurden alle bereits ungeduldig erwartet, denn das Essen stand schon auf dem Tisch. Dann ging es ab ins Heuhotel. Schlafplätze verteilen und herrichten. Wer schläft wo, reicht der Platz, wo kommt der Rucksack hin und, und, und…. Endlich war alles bestens geregelt. Nun ging es zur ersten Erkundung. Kräutergarten, Hühner, Enten, Schafe und Esel wurden begutachtet und begrüßt. Dann ging es zur Arbeit. Das Fell der Esel musste gestriegelt und die Hufe gereinigt werden. Zwischendurch gab es für alle noch gesundes Obst – für die Kinder und die Esel. Gerne wurde geteilt und es schmeckte allen. Anschließend durften die Kinder eine Runde auf dem Rücken der Grautiere eine Runde drehen. Vor dem Abendessen wurden die Hühner besucht. Warum legen Hühner braune und weiße Eier, wie wird ein Huhn gehalten oder eingefangen - alles fragen, die geklärt wurden. „Warum steht das Huhn alleine da und warum läuft es so komisch?“ Schnell hatten alle erkannt, dass da etwas nicht stimmt. Aber die Ursache konnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht geklärt werden. Schon kam das nächste Highlight. Holz holen, aufschichten und anzünden wurde in Windeseile gemeinsam erledigt. Schon loderten die Flammen und es knisterte in der Feuerstelle. Zu leckeren Stockbroten mit selbstgemachter Kräuterbutter  sagte niemand nein. Zwischendurch mussten die Hühner in den Stall gebracht werden. Und dann kam die Unglücksnachricht. Das auffällige Huhn vom Mittag war tot.  Das sorgte erst einmal für jede Menge Gesprächsstoff. Viele Fragen mussten hier geklärt werden. Endlich war es dunkel genug für die Nachtwanderung übers Messdorfer Feld. Unheimlich war der Einstieg über einen alten halbverfallenen Steg, der den kleinen Bach überquert. Dann ging es durchs Unterholz über Stacheldraht bergauf zur Straße. Leider gab es auch Verluste zu verzeichnen. Die Kekse landeten nicht am Ufer, sondern im Bach. Aber besser Keks als Kind und so konnte die Wanderung unbeschwert fortgesetzt werden. Unterwegs gab es dann noch eine Gruselgeschichte. Müde von den vielen Erlebnissen und der frischen Luft ging es dann zur späten Stunde endlich ins gemütliche Heubett. Dort dauerte es dann auch nicht mehr allzu lang bis alle schliefen. Am nächsten Morgen nach dem großen Aufräumen und dem super leckeren Frühstück wurde noch mit dem Traktor eine Runde übers Messdorfer Feld gedreht, bevor es wieder zurück in den Westerwald ging. Für die Verantwortlichen und die Veranstalter war es ein Abschied für immer. Leider musste die pädagogische Arbeit auf dem Hof eingestellt werden, da ein Nachbar sich über Lärm beschwert hatte. Schade, dass immer wieder Einzelpersonen gewachsene Strukturen kippen können. Die Jugendpflege der Verbandsgemeinde Wallmerod bedauert das sehr und ist schon auf der Suche für eine Alternative, so dass die Kinder auch im nächsten Jahr wieder die Möglichkeit haben werden einen Bauernhof zu besuchen.

lernort bauernhof 2014