Ferienganztagsbetreuung der VG Jugendpflege Wallmerod

"Tierisch gut" war Motto und Programm zugleich

In den beiden letzen Wochen der Sommerferien hat die VG Jugendpflege Wallmerod gemeinsam mit den Schützenverein „Tell“ in Hundsangen nun schon zum dritten Mal ihr Sommerferienganztagsangebot gestartet. „Tierisch gut“ lautete das Motto. Jeden Tag etwas Neues über Tiere zu erfahren, war für viele der 113 Kinder eine spannende Angelegenheit.

Denn nicht nur Geschichten wurden erzählt oder Wissenswertes vermittelt, sondern auch viele Referenten und Tierfreunde unterstützten das Angebot. So konnte in der ersten Woche mit Günter Krumm der einheimische Lebensraum unserer Wildtiere erkundet werden. Er hatte einen wahren Fundus an präparierten Tieren, Fellen und Geweihen mitgebracht. So konnten die Kinder in Ruhe sich alles genau ansehen. Die kindgerechten Erklärungen taten ein Übriges, so dass am Ende viel neues Wissen bei den Kindern angekommen war.

Aber gleich am nächsten Tag ging es weiter mit Souvenirs aus Japan. Die Jugendpflegerin hatte Muscheln und Korallen mitgebracht. Die Kinder stellten interessiert Fragen zu dem fernen Land und seiner Tierwelt. Dann konnte sich jedes Kind eine Muschel oder Koralle aussuchen und mit nach Hause nehmen. Die zweite Woche stand dann ganz unter dem Aspekt lebende Tiere zu beobachten. Andrea Gläßer – Trobisch und Dietmar Trobisch hatten einheimische Schlagen und Eidechsen mitgebracht. Hier konnten die Kinder viel über unsere Reptilien erfahren. Aber auch eine Kornnatter und eine Python konnten die Kinder bewundern. Diese konnten dann auch gestreichelt werden.

Anschließend stand das Ehepaar für die vielen Fragen der Kinder zur Verfügung. Zeitgleich machte sich eine weitere Gruppe Kinder auf den Weg zum Bach unterhalb des Schützenhauses. Hier hatte der Diplom Biologe Philipp Schiefenhövel von der Masgeik Stiftung Molsberg Quartier bezogen. Mit Netzen, Sieben und alten Marmeladengläsern wurde mit der Tierwelt im Wasser auf Tuchfühlung gegangen. Geduldig wurde das noch so kleinste Lebewesen untersucht und von Schiefenhövel erklärt. Die Kinder staunten über die Artenvielfalt in dem kleinen Bach. Jeder war stolz auf die verschiedenen Tiere, die er gefunden hatte. Zumal die Größe der meisten Tiere im Millimeterbereich liegt. Anschließend wurden alle Tiere wieder in die Freiheit entlassen.

Am nächsten Tag besuchten alle Kinder gemeinsam den Zoo in Neuwied. Bei einer Führung lernten die Kinder eine Menge über Emus, Marabus und Strauße aber auch über exotische Reptilien. Hier konnten alle noch einmal einen Python anfassen. Mittlerweile hatten die Kinder schon Übung darin und so gestaltete sich der Aufenthalt im Exotarium des Zoos sehr entspannt. Die einzelnen Gruppen konnten sich nach den Führungen im Zoo frei bewegen. Den Rest des Tages verbrachten die Kinder im Streichelzoo oder auf dem Spielplatz. Der nächste Tag stand im Zeichen von Wasser. Nicht nur Fische leben im Wasser war das Tagesmotto. Da es so heiß war wurde am Nachmittag kurzerhand eine Wasserschlacht organisiert. Nicht nur zur Freude der Kinder. Auch die Betreuer waren patschnass und hatten ihren Spaß.

Am vorletzten Tag hatte sich Besuch angesagt. Lilu und Stich, zwei Frettchen, konnten bewundert werden. Hautnah einem Raubtier ins Maul schauen war für einige Kinder ganz schön spannend. Aber auch einmal ein Frettchen auf den Arm nehmen, ließen sich die meisten Kinder nicht nehmen. Am heißesten Tag im Jahr wurde am Nachmittag ausgiebig Siesta gehalten. Außer Wassertrinken in Massen ging am Nachmittag nichts mehr. Gegen Abend waren dann alle Zelte aufgestellt, das Lagerfeuer entfacht und alle Stöcke geschnitzt. Es gab Würstchen am Stock und Stockbrot.

Dann stand die große Nachtaktion bevor. Eine Fledermausexkursion war geplant. Über Wiesen und Felder ging es zur Grillhütte von Hundsangen. Hier stand uns Philipp Schiefenhövel von der Masgeik Stiftung noch einmal zur Verfügung. Er hatte einen Vortrag zum Thema Fledermaus vorbereitet. Dazu zählte nicht nur Wissenswertes, sondern auch Spiel und Spaß. Als es dunkel war ging es im Wald weiter zum Angelweiher. Die einzelnen Gruppen waren mit Detektoren ausgerüstet, um die Rufe der Fledermäuse hörbar zu machen. Das war schon für den einen oder anderen ganz schön unheimlich. Aber alle waren wohlbehalten am Teich angekommen. Leider machte das Wetter den Vampirjägern einen Strich durch die Rechnung, so dass es bald wieder zurück zum Zeltplatz ging. Hier wurde das Lagerfeuer neu entfacht. Für alle gab es Bier aus dem Hause Malz und eine Badewanne voll Chips. Weit nach Mitternacht machten sich dann alle auf den Weg in ihren warmen Schlafsack. Leider hielt der Regen auch am nächsten Morgen noch an.

Nach dem reichhaltigen Frühstück konnten alle noch einmal ausgiebig im Wald spielen. Wie gewohnt stand den Kindern auch in diesem Jahr jeden Tag ein warmes Mittagessen und Mineralwasser zur Verfügung. An einem Tag machen die Betreuer für die Kinder Pizza. Da schmeckte es dann besonders gut und das Büffet wird regelrecht gestürmt. „Schade, dass es schon vorbei ist“, war wohl der meist gesagt Satz, als die Eltern ihre Kinder abholten. Für die meisten stand fest: Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei.