Erste Hilfe Outdoor

Team vg4me auf Fortbildung

In der letzten Ferienwoche haben sich Mitglieder des Teams vg4me in Erster Hilfe Outdoor fortgebildet. Im Schwarzwald auf 800 Höhenmeter wurde das Camp errichtet. Eine knappe Woche ohne Wasser, Strom und festes Gebäude sollte bald schon eine Herausforderung werden. Die Woche begann mit herrlichem Sonnenschein und Sonnenbrand und endete mit 50l Regen pro Quadratmeter. Aber die gute Laune konnte das Wetter nicht beeinflussen.  Die Outdoorschule Süd stellte die Ausbilder, die ihren Job super gemacht haben. Neben vielen theoretischen Einheiten wurden immer wieder fast realistisch Notfälle in der Natur simuliert. Hier konnten sich die Jugendlichen in kleine Rettungstrupps einteilen und direkt und vor Ort im Gelände das Erlernte ausprobieren. Was sich manchmal als äußerst schwierig erwies. Besonders, wenn verletzte Personen in unwegsamen Gelände versorgt und geborgen werden mussten. Dabei wurde keine Rücksicht auf Sichtverhältnisse wie Dunkelheit und Starkregen genommen. Alle nur erdenkbaren Verletzungen und Erkrankungen wie etwa allergischer Schock, Schlaganfall, Diabetes, Verstauchungen, Brüche, großflächige Brandverletzungen, Bauchweh, starke Unterkühlung usw. wurden dargestellt. Psychologische Betreuung wurde geübt und lebenserhaltende Maßnahmen durchgeführt. Notrufe wurden abgesetzt, dabei wurden Unkenntnis vom Gelände und kein Handyempfang berücksichtigt. Notfallmanagement und Eigensicherung standen ebenfalls auf dem Plan. Aber auch alternative Hilfsmittel wurden erprobt.  Für alle eine ereignisreiche und lehrreiche Woche, die niemand missen möchte. Fazit des Teams super viel gelernt, Sicherheit im Umgang mit Notsituationen und viel Spaß in der Freizeit. Die Jugendpflege Wallmerod ist sich sicher, dass sie mit dem Team vg4me gute und verlässliche Mitarbeiter hat.

Engel Malwettbewerb 2016

Siegerehrung der Preisträger

vom Malwettbewerb

eine Kooperation des Kulturfördervereins und der Jugendpflege

Auf dem Wallmeröder Weihnachtsmarkt am letzten Samstag wurden die Preisträger des Malwettbewerbs „Mein schönstes Engelbild“ geehrt.

Jungen und Mädchen  im Alter von 2 - 14 Jahren hatten sich viele Gedanken zum Thema Engel gemacht. Diese haben sie sehr kreativ zu Papier gebracht. Mit  vielen verschiedenen Maltechniken wurde das Thema umgesetzt:

Wasserfarben, Bleistiftzeichnungen, Collagen mit Federn und Watte, Fingerdruck,

und, und, und... All das machte es der Jury nicht leicht, sich zu entscheiden. Aus den zahlreichen Einsendungen waren die 30 besten von einer begeisterten Jury ausgewählt worden. Besonders wurde die Fantasie der kleinen Künstler

bestaunt. Am Schluss stand fest, dass es je drei Preisträger in den Kategorien 4 - 7 Jahre, 8 - 10 Jahre und 11 - 14 Jahre geben wird. Es wurden dann auch nur erste und zweite Plätze vergeben zuzüglich eines Sonderpreises.

Die zehn prämierten Bilder sind während der Adventszeit in der Verbandsgemeinde zu sehen. Die weiteren 20 können in den Schaufenstern unserer ortsansässigen Geschäfte bewundert werden.

Die Preisträger bei den 4 - 7 jährigen sind:

1. Platz

Paul Welter

2. Platz

Finnja Carlotta Seil und Carlotta Maria Lucchesi

Die Preisträger bei den 8 - 10 jährigen sind:

1. Platz

Lilly Göttler

2. Platz

Leonie Jeuck und Neele Marie Dietrich

Die Preisträger bei den 11 - 14 jährigen sind:

1. Platz

Emma Luma

2. Platz

Nathalie Becker und Paula Steuper

Den Sonderpreis erhielt John Flindt (2 Jahre)

Die Preisverleihung wurde von Bürgermeister Klaus Lütkefedder, der die Arbeiten der Kinder sehr lobte, und Frau Edith Schmidt vom Kulturförderverein durchgeführt. Alle Kinder bekamen eine kleine Erinnerung in Form eines Handschmeichlers mit einem kleinen handgemalten Schutzengel darauf. Für die ersten neun gab es

Büchergutscheine. In Anbetracht seines Alters erhielt der Jüngste keinen Gutschein, sondern ein Kuscheltier.

Der Kulturförderverein und die Jugendpflege bedanken sich noch einmal bei allen Kindern, die mitgemacht haben und freuen sich jetzt schon auf die tolle Unterstützung von Jungen und Mädchen aus unserer Verbandsgemeinde auch in Zukunft.

syrischer Abend

Sensationeller Erfolg einer außergewöhnlichen Kooperation

Berod. Die Kooperation zwischen der Jugendpflege der Verbandsgemeinde Wallmerod und den Flüchtlingen wurde mit einer weiteren Aktion bestätigt. Seit über zwei Jahren arbeitet die Jugendpflege immer wieder mit Flüchtlingen zusammen. Dabei werden die jungen Leute nicht nur als Helfer eingespannt, sondern auch wie am letzten Wochenende durchaus zur Eigeninitiative angehalten. Am Wochenende fand in Berod im Dorfgemeinschaftshaus ein syrischer Abend statt. Die Idee dazu gab eine ältere Dame am Weihnachtsmarkt, an dem die Flüchtlinge eine kleine Auswahl an Leckereien aus verschiedenen Ländern vorgestellt hatten. Schnell wurde damals beschlossen, das machen wir. So wurde der syrische Abend konzipiert. Als Verantwortlicher für den Kochbereich stellte sich Yazan Sheikh Al Basatneh  zur Verfügung. Die restliche Organisation übernahm die Jugendpflege. So wurde wochenlang über Rezepte, Einkauf und vieles mehr beraten und sich ausgetauscht.

In der letzten Woche konnte der Großeinkauf beginnen, denn es hatten sich über 90 Gäste angesagt. Vielen musste abgesagt werden, das allen sehr leid tat. Aber es hätte die Örtlichkeit und auch das Küchen Knowhow gesprengt.

Am frühen Samstagmorgen wurde dann los gelegt. Es trafen sich viele fleißige Helfer von der Flüchtlingshilfe über Teammitglieder vg4me bis zu den Flüchtlingen verschiedener Nationalitäten. Es wurde Hand in Hand gearbeitet, viel gelacht und nebenbei auch viel gelernt.

Ab 18.30 Uhr trafen dann die ersten Gäste ein. Die liebevoll gedeckten Tische waren schnell gefüllt. Bevor das leckere Essen serviert wurde konnten sich die Gäste einen kleinen Überblick über Syrien verschaffen, Günter Neuroth (Flüchtlingskoordonator) und Yassir Alfesh übernahmen in Deutsch und Englisch die Moderation.

Anschließend wurde ein reichhaltiges Büffet aufgebaut. Alle syrischen Köche und Küchenhelfer bedienten die Gäste und geben bereitwillig Auskunft über die Leckereien. Das Repertoire reichte von Vorspeisen über Hauptgerichte bis hin zum Dessert. Als Getränke wurde nach syrischer Tradition Leitungswasser und Tamarindensaft gereicht. Zum Abschluss gab es noch arabischen Kaffee, ziemlich stark und gut gesüßt.

Die Gäste waren begeistert und Aussagen wie.“ Das hätte ich mir im Leben nie bestellt, aber es ist super lecker. Ich gehe mir gleich nochmal etwas holen.“, waren ganz bezeichnend. Der jüngste Gast war 2 und der älteste 92 Jahre. Alle waren gleichermaßen angetan vom Essen, dem Rahmenprogramm und der Stimmung, die im Saal herrschte.

Nach dem Essen wurde diese noch um einiges höher gefahren mit einer musikalischen Gestaltung.  Yassan (Syrien), wohnhaft in Montabaur, Absolvent der Musikhochschule Damaskus und ein Meister auf dem arabischen Saiteninstrument Oud, einer Kurzhalslaute, verzauberte die Gäste. Spontan hatte sich Meles (Eritrea) gemeldet um den Abend noch weiter zu bereichern.  Mit einem selbstgebauten Saiteninstrument aus Dachlatten, Sperrholz und Drähten sowie  Liedern aus seiner Heimat

verzauberte er die Zuhörer.

Zum Abschied traten dann noch einmal Yassan mit seiner Oud und seinen Landsleuten auf.  Mit ihrer eingängigen Musik und syrischen Gesängen animierten sie alle zum Mitklatschen. Und wer die Augen schloss und alles auf sich einwirken ließ hatte das Gefühl in Syrien auf einem schönen Familienfest zu sein.

Der Moderator verabschiedeten die begeisterten Gäste mit einem eindringlichen Appell, den Geflüchteten weiterhin offene Türen zu gewähren.

Besonderen Dank auch an Ortsbürgermeister Berthold Schönberg, der allen tatkräftig zur Seite stand und unermüdlich dafür sorgte, dass die Technik, die gebraucht wurde, auch voll funktionsfähig war.

Die Nachbereitung aller Beteiligten findet im nächsten Wilkommenscafé/Flüchtlingstreff am Freitag, dem 27.5.2016 um 16.00 Uhr im Versammlungsraum der evangelischen Kirche in Wallmerod statt. Eines steht jetzt schon fest. Auf Wunsch aller Beteiligten soll der Erlös der Veranstaltung der ehrenamtlichen Unterstützung der Geflüchteten in der Verbandsgemeinde Wallmerod zu Gute kommen; es wird ein stabiler Tischfussballkicker angeschafft. Ein Gästewunsch war die Installation eines syrischen Kochkurses. Auch hier wird gemeinsam die Vorgehensweise besprochen und mit Sicherheit wird im Winterhalbjahr dazu eine Lösung gefunden. 

24h Schwimmen 2016

Vergangenes Wochenende  hatte die Crew des Freibades Hundsangen, die Jugendpflege Wallmerod und die DLRG Ortsgruppe VG Wallmerod zum 24h Schwimmen eingeladen. „Just for Fun“ war das Motto. Und damit auch alle „Nichtschwimmer“ ihren Spaß hatten gab es ein umfangreiches Rahmenprogramm. Der normale Badebetrieb war dadurch etwas eingeschränkt. Aber das war für die Besucher absolut kein Problem. Bis 15.00 Uhr am Samstag stand das Bad wie immer allen Besuchern zur Verfügung. Danach wurden 3 Bahnen abgeteilt für die sehr motivierten Dauerschwimmer. Die Schirmherrin, Karin Augustin, 1.Vorsitzende des Landessportbundes, zeigte sich begeistert vom Freibad Hundsangen. Das Konzept Menschen zum Schwimmen zu bewegen, Kindern das Schwimmen beizubringen umso für mehr Sicherheit zu sorgen kombiniert mit Spaß und Freizeitangeboten wurde von Frau Augustin hervorgehoben. Viel Anerkennung erhielt auch die Verbandsgemeinde Wallmerod und die Ortsgemeinde Hundsangen (beide Betreiber des Bades), weil sie nicht wie viele andere Kommunen ihr Bad schließen, sondern es ausgebaut und modernisiert haben. Gleichzeitig wurde von ihr auch die DLRG VG Wallmerod gelobt, die sich eigens dafür gegründet hat dieses Konzept mitzutragen, so dass das Schwimmbad attraktiver wird, die Menschen wieder mehr Schwimmen  und die Nichtschwimmerrate gesenkt wird.

Mit viel Motivation und der Anfeuerung aller Badegäste starteten dann die ersten Dauerschwimmer, deren Anmeldungen mit 67 Starter eine beachtliche Zahl darstellte. 

Geschwommen wurden, bis auf ca. 1,5h in der Nacht, die ganzen 24h Stunden. Die härteste aller Teilnehmer war Daniela Herrmann. Sie war die ersten 12h ununterbrochen im Wasser. Nach einer kurzen Pause von 2h ging es zurück ins Wasser. Nach 30 km (600 Bahnen) wurde sie am Beckenrand mit eine LaOla – Welle begrüßt. Aber ein Ende war da noch nicht in Sicht. Nach sagenhaften 700 Bahnen und 35 km Stieg sie aus dem Wasser als wäre nichts gewesen und erklärte, dass sie nun fertig wäre.  Zwei weitere Bestleistungen wurden von Susanne Weber (Geschäftsführerin Sportjugend Rheinland) mit 550 Bahnen und 27,5 km und Benedict Kremer mit 510 Bahnen und 25,5 km erbracht. Einer der jüngsten mit 176 Bahnen und 8,8 km war Enrico Schaaf. Andrea Bertram hat mit 200 Bahnen und 10 km ebenfalls eine beachtliche Leistung gezeigt. Die weitangereisteten Teilnehmer kamen aus Hannover.  Insgesamt wurden 4104 Bahnen und 205,2 km erschwommen.

Aber auch das Rahmenprogramm konnte sich sehen lassen. Am Abend gab es eine Disco. Hier konnte DJ Markus Deluxe alle mitreißen. Egal ob abfeiern, coole Wettspiele, Arschbomben Contest uvm. Es war immer etwas los. Weitere Attraktionen waren eine Cocktail Bar im Wasserbecken mit einer Chill Out Area. Hier konnte in bequemen Reifen Platz genommen, gemütlich am Cocktail genippt und sich sanft wiegend auf dem Wasser treiben lassen werden. Spät am Abend gab es noch ein tolles Feuerwerk. Als die Tore um 1.00 in der Früh schlossen, blieben nur noch die Dauerschwimmer zurück, welche die restliche Nacht ihre Bahnen zogen.

Am frühen Sonntagmorgen gab es für alle ein zünftiges Frühstück, sodass die lange schlaffreie Nacht schnell überwunden war.

Das super Sommerwetter am Sonntag zog dann auch viele Badegäste ins Freibad. Die Bademeister stellen ganz erstaunt fest, dass viele der Besucher Bahnen schwammen, ein ungewöhnlicher Anblick, da bei hochsommerlichen Temperaturen die Gäste eher am Abkühlen als am sportlichen Schwimmen interessiert sind. Aber vielleicht hat die ganze Aktion den einen oder anderen zu diesem Verhalten verleitet. Schön wäre es, wenn mehr Menschen das Schwimmen als gesunde Sportart  für sich wieder entdecken würden. Für die Organisatoren steht schon jetzt fest: Auf jeden Fall gibt es im nächsten Jahr wieder ein 24h Schwimmen.

alt